Charles Philipon (1800-1862): La Caricature Nr. 65, 26.1.1832, Heine-Institut
Charles Philipon (1800-1862): La Caricature Nr. 65, 26.1.1832, Heine-Institut

Für die Geschichte der Fernkommunikation bedeutete das 19. Jahrhundert mit der Einführung der elektronischen Telegraphie und dem Beginn der Telekommunikation ein bedeutender Wendepunkt in der Weltgeschichte.

Zu der Zeit des 19. Jahrhunderts gab es noch keine Massenkommunikation, abgesehen von zahlreichen Journalen, welche zu dieser Zeit veröffentlicht wurden. Darunter befanden sich einige satirische Zeitschriften, wie zum Beispiel „La Caricature“, „Le Charivari“ oder „Fliegende Blätter“.

Provokation und Spott

„La Caricature“ wurde 1830 von Charles Philipon gegründet, welcher von dieser Satire-Zeitschrift lebte, die wöchentlich erschien. In dieser gab er Politiker der Lächerlichkeit preis, schrieb Kampfpostillen gezielt gegen den allgemein gefeierten Bürgerkönig Louis Philippe. Vor allem prangerte er durch Karikaturen Missstände der Justiz an. Diese wurden humorvoll, aber oft auch mit beißendem Spott produziert, hinweisend auf den Zustand und das Leben des damaligen Bürgertums.

Die Folgen dieses Vorgehens waren schärferer Druck der Zensur, Prozesse wegen Beleidigungen gegen die Majestät und hohe Bußgelder, welche das Blatt ursprünglich ruinieren sollten, was jedoch durch finanzielle Unterstützung von Freunden verhindert werden konnte. Die dritte bereits genannte Zeitschrift „La Charivari“ wurde ebenfalls von Charles Philipon herausgegeben, erschien täglich und befasste sich kritisch mit dem Königtum.

1848 begann dann die Emanzipation, die Frauenbewegung. Die erste deutsche Frauenzeitung wurde von Luise Otto-Peters gegründet, ebenfalls 1848.