Jean-Joseph Bonaventure Laurens: Porträt Robert Schumanns, Düsseldorf 1853, Heine-Institut
Jean-Joseph Bonaventure Laurens: Porträt Robert Schumanns, Düsseldorf 1853, Heine-Institut

Für die Musikwelt war es ein Glücksfall, dass Robert Schumann (1810-1856) das begonnene und ungeliebte Jurastudium nach zwei Jahren beendete und sich vollends der Musik widmete. Unter der Anleitung des Pianisten Friedrich Wieck, dessen Tochter Clara er 1840 heiratete, wurde er zum Klaviervirtuosen ausgebildet.

Die eingeschlagene Pianisten-Karriere musste er allerdings früh wegen eines Handleidens aufgeben. Stattdessen wandte er sich dem Komponieren und der musikliterarischen Tätigkeit zu. In den folgenden beiden Jahrzehnten wurde Schumann zu einem der wichtigsten Protagonisten der romantischen Musik.

Er schrieb zahlreiche Lieder, darunter auch die berühmten Heine-Vertonungen unter dem Titel »Dichterliebe«. Später folgten Orchestermusik, u.a. vier Sinfonien, konzertante Werke, Kammermusik, Chormusik und eine Oper.

Ab 1854 bildete sich bei ihm eine schwere psychische Krankheit aus, so hörte er beständig Klänge, ja ganze Musikstücke und wurde von Schlaflosigkeit geplagt. Auf dem Höhepunkt dieser Zustände stürzte er sich am 27. Februar 1854 in Düsseldorf in den Rhein, wurde aber gerettet. Daraufhin ließ er sich in eine psychiatrische Klinik in Bonn-Endenich einweisen, wo er zwei Jahre später starb.