Heine-Porträt von Gottlieb Gassen. München, 1828. Heine-Institut
Heine-Porträt von Gottlieb Gassen. München, 1828. Heine-Institut

Christian Johann Heinrich Heine wurde am 13. Dezember 1797 als Harry Heine, Sohn eines jüdischen Tuchhändlers, auf der Bolkerstraße in der Düsseldorfer Altstadt geboren, wo er aufwuchs und auch zur Schule ging. Über die Ereignisse während seiner Schul- und Jugendzeit ist leider wenig bekannt, jedoch lässt sich aus heutiger Sicht vermuten, dass Heine aufgrund seines jüdischen Glaubens und seiner geringen Körpergröße häufig mit Diskriminierung und Erniedrigung konfrontiert wurde. Trotzdem geht man davon aus, dass Heine schon damals auf Angriffe dieser Art frech, vorlaut und sehr selbstbewusst reagierte. Die Umstände änderten sich jedoch wenige Jahre nach dem Beginn seines Studiums der Rechtswissenschaften, welches er gezwungenermaßen als zweiten Karriereweg antrat, da das Handelsgeschäft seines Vaters, das er ursprünglich übernehmen sollte, pleiteging. Seinem Jurastudium fühlte er sich allerdings zu keiner Zeit so verbunden wie der Lyrik und so veröffentlichte er sein erstes Buch 1822, welches den schlichten Namen „Gedichte, Tragödien, nebst einem lyrischen Intermezzo“ trägt. Im Mai des Jahres 1825 vollendete er sein juristisches Examen und um der Diskriminierung der Gesellschaft ihm gegenüber zu entgehen, ließ er sich im darauf folgenden Juli zum Christen taufen. Mit dieser Taufe ging auch seine Namensänderung zu Heinrich Heine zu statte.

In den darauf folgenden Jahren entstanden, während er quer durch Europa reiste, Heines berühmte Bände „Reisebilder“. Da in seinen Büchern der absolutische Staat und die Kirche kritisiert wurden, hatte Heine Auseinandersetzungen mit den Polizeibehörden und Großteile seiner Bücher wurden zensiert. Aufgrund dessen zog Heine im Mai 1831 nach Paris, um dort ab dann frei schreiben zu können. Des Weiteren wurden kurz darauf im Jahr 1835 Heines Schriften mit einem Bundestagsbeschluss sogar offiziell landesweit in Deutschland verboten. Während der Zeit in seinem neuen Wohnort in Frankreich, lernte er die junge Crescence Augustine Mirat kennen, welche er jedoch nur schlicht Mathilde nannte, da ihr Name seiner Ansicht nach zu kompliziert war. 1841 heiraten sie und sie begleitete ihn fortan. 1844 unternimmt Heine eine Reise in sein Heimatland Deutschland, nach Hamburg, nicht darum wissend, dass dies wohl seine letzte Heimreise sein würde, denn 1848 erkrankte er an einer unheilbaren Krankheit, der er am 20. Februar 1856 erlag.